Sozialraumorientierung

Im Rahmen der städtischen Verwaltungsreform, die mit Schlagwörtern wie Verschlankung, Dezentralisierung, mehr Effizienz usw. einherging, entschied sich die Stadt Ulm, ihre Verwaltung zu reformieren.


Im Bereich des Jugendamtes Ulm wurde die Stadt in fünf Sozialräume eingeteilt. Im Laufe der Jahre wurden in jedem Sozialraum Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden des Jugendamts geschaffen, die nun vorwiegend Aufgaben aus ihrem Sozialraum bearbeiten. Parallel dazu wurden für die Sozialräume Jugendhilfeträger ausgewählt, die besonders eng mit den Dependancen des Jugendamts zusammenarbeiten.

 

Der Oberlin e.V. war der erste dieser "Schwerpunktträger", als in der Weststadt/Söflingen am 1.7.2003 der erste offizielle Sozialraum benannt wurde.
Aktuell hat der Oberlin e.V. die Schwerpunktträgerschaft in zwei Sozialäumen:

  • Eselsberg 
  • Weststadt/Söflingen

 

Mit der Schwerpunktträgerschaft verbinden sich für uns verschiedene Aufgaben: Zum einen sind wir bei allen "Neufällen", die in den Sozialräumen anfallen, schon zu Beginn beratend und mitentscheidend beteiligt. Dies geschieht in der Regel im "Sozialraumteam". Hier treffen sich alle 2-3 Wochen Kolleg/innen des Fachbereichs Jugend, Familie und Soziales, Kolleg/innen aus den Bereichen Offene Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Mobile Jugendarbeit, Jugendhilfe und jeweils ein/e Mitarbeiter/in des Schwerpunktträgers.

 

Zum anderen soll der Schwerpunktträger auch auf besondere Ereignisse reagieren. Zum Beispiel, wenn eine Schule in einem Sozialraum für eine schwierige Klassenkonstellation sozialpädagogische Unterstützung benötigt.

 

Eine weitere Aufgabe ist, gemeinsam mit der Stadt Ulm auf die Einhaltung des sozialraumbezogenen Budgets für Jugendhilfeaufgaben zu achten, und ggf. auch Maßnahmen zur Korrektur einzubringen.